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Endlich wieder Sechseläuten. Endlich wieder Zunftspiel zur Waag. Endlich wieder Rosen im Saxophonbecher. Endlich wieder Zigarettenpapier zum Schutz über den Zähnen. Endlich wieder das Wetter-App jede Stunde kontrollieren, um zu sehen, ob wir auch trockenen Fusses durch den Umzug kommen – ja, sogar das habe ich vermisst!

Nach zwei Jahren durften wir am 25. April endlich wieder in den Zunft-Uniformen durch die Strassen Zürichs marschieren. Mein Fitnesstracker gab am Ende des Tages fast 17 km Laufstrecke an. Wir waren kaputt, müde, durchnässt, aber überglücklich. Der Tag hat so viel Spass gemacht.

Da war zum einen endlich wieder diese Vorfreude aufs Musizieren, aufs Publikum, das Adrenalin und den Applaus. Da war die Vorfreude auf die Kameradschaft, auf die Gespräche beim sensationellen Essen, das Kennenlernen der aushelfenden Jugendmusiker, das Lachen mit den Gspänli und das zusammen Durchhalten, wenn’s kalt, nass und spät wird. Und da war natürlich die Vorfreude auf das Fest an sich, die grosse Zürcher Tradition, den knallenden Böögg und alles, was dazugehört.

Und ich wage zu behaupten, dass auch heute, ein paar Tage später, jeder von den Teilnehmenden noch ein Lächeln im Gesicht hat, wenn er ans diesjährige Sechseläuten zurückdenkt. Auch wenn wir aufgrund des schlechten Wetters spät abends die Noten mit Klüpperli trocknen mussten. Auch wenn einige von uns wohl ein bisschen Muskelkater verspüren – zumindest im Wangenbereich. Und auch wenn wir wohl alle für den Moment wieder genug vom Sechseläuten-Marsch haben.

Schön war’s! Danke Zunft zur Waag! Danke Publikum! Danke Züri!